Selbstvertrauen bei Kindern stärken, kann man das eigentlich?

selbstvertrauen bei kindern starkenKann man das Selbstvertrauen bei Kindern Stärken, oder ist das vom Zufall abhängig?

Wer sich schon mit dem Einfluss unserer Erziehung beschäftigt hat, der wird bereits festgestellt haben, dass das Selbstvertrauen bei Kindern stärken zu wollen, sehr wohl etwas mit der Erziehung und vor allem mit dem Umgang, den man mit dem Kind pflegt, etwas zu tun hat.

Das bedeutet, wenn ein Kind in einem guten Elternhaus aufwächst, in dem die Eltern liebevoll mit sich und den Kindern umgehen, wirkt sich das enorm auf das Kind und dessen Prägung aus. Das Selbstvertrauen bei Kindern stärken zu wollen, bedeutet, dass es bereits im Mutterleib beginnt, sein Kind als “Willkommen” anzunehmen, statt es abzulehnen. In diesem Fall möchte ich einen alten, von mir selbst eher ungeliebten Spruch anführen, der da heißt: “Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm”.

Was bedeutet das? Ein Kind befindet sich von seinem ersten Moment an bis ca. zum achten Lebensjahr in der Phase in dem es Informationen aus seiner Umgebung sammelt. Es hat jedoch keine Chance, festzustellen, ob diese Informationen richtig oder falsch sind, denn es befindet sich in einer Art hypnotischem Zustand, bei dem alles ungefiltert aufgenommen und abgespeichert wird. Das logische Bewusstsein beginnt erst im Alter von etwa acht Jahren, sich auszubilden.

Können Eltern tatsächlich etwas für das Selbstvertrauen ihrer Kinder tun?

Eltern denken manchmal, wenn ich mein Kind von Anfang an hart ran nehme, dann wird es nicht verweichlicht, so hat es später bessere Chancen. Heute weiß man aus Forschungen, dass es davon kaum abhängig ist, dies hat eher einen gegenteiligen Effekt. Es hat mehr damit zu tun, wie die Eltern mit sich und dem Kind und natürlich auch mit anderen Menschen in der Umgebung umgehen. Anders gesagt, je traumatischer Erlebnisse in der Kindheit stattfinden, um so schwerer wird es ein Kind später als Erwachsener haben, sein persönliches Potenzial zu entfalten. Der Schutzmechanismus, den jeder in sich trägt, schützt die eingeprägten Muster und Programme, die oft genug bittere Erlebnisse beinhalten, die niemand gerne wieder erleben oder anschauen will. Doch genau darin steckt das eingefrorene Potenzial jedes Einzelnen, somit auch das des Kindes. Selbstvertrauen bei Kindern stärken wird oft erst später in Augenschein genommen und sichtbar, wenn es in der Schule nicht die richtigen Noten bekommt oder wenn es langsam erwachsen wird und seine eigenen Wege geht, die dann vielleicht in die falsche Richtung laufen.

Natürlich ist es kaum sinnvoll, sein Kind in einen Kokon einzupacken, denn es muss eigene Erfahrungen mit dem erworbenem Wissen aus der Kinderzeit machen können. Diese Tests beginnen damit, dass Kinder anfangen, ihre Grenzen auszutesten und das natürlich oft bei den Eltern oder den Geschwistern, denn hier haben sie es ja gesehen. Die Kinder können deswegen nicht verstehen, warum Erwachsene von ihrem Verhalten nicht genau so begeistert sind wie sie selbst. An dieser Stelle ist es manchmal schwer, begeistert von der entsprechenden Verhaltensweise zu sein, denn es ist ziemlich sicher, dass wir in einen Spiegel schauen, der uns überhaupt nicht gefällt.

Was können nun Eltern für das Selbstvertrauen ihres Kindes tun?

Als allererstes möchte ich die alte Vorbildfunktion ansprechen, die eine langfristige Auswirkung haben wird. Desweiteren geht es um das Loben des Kindes. Natürlich gibt es den alten Spruch: “Net g´schimpft is g´lobt g´nuag” (nicht geschimpft ist gelobt genug). Doch der ist hier völlig fehl am Platz, denn es geht doch darum, das Selbstvertrauen eines Kindes zu fördern und nicht es zu zerstören, oder? Das bedeutet: Geben Sie Ihrem Kind also deutlich Lob und Anerkennung, ohne damit hinter dem Berg zu halten. Es wird auch vorkommen, dass es etwas falsch macht, doch das ist wichtig für die Entwicklung des Kindes .So ist es besser über sein Verhalten ganz normal zu sprechen, anstatt es gleich rund zu machen. Es hat dieses Verhalten doch von seiner Umwelt oder gar von den Eltern selbst gesehen.

Schüchterne Kinder stärken, und Ihnen helfen, wie sie Ängste überwinden, ihre Gaben entdecken und die Persönlichkeit entfalten

Wie stark hängt das Selbstvertrauen der Kinder mit dem Selbstvertrauen der Eltern zusammen?

Wer den Artikel schon bis hierher gelesen hat, der wird sich sicher die Antwort bereits denken können. Das Selbstvertrauen bei Kindern stärken zu können, ist sehr viel vom Vorbild der Eltern abhängig. Ebenso vom liebevollen Umgang. Also: Wie die eigene Einstellung zu dem Kind ist. Ein Kind spürt genau, ob man es mag oder nicht, ob man ihm wohlgesonnen ist oder nicht. Es hat den Spürsinn noch nicht verloren, den Erwachsene oft nicht mehr haben. Aus welchem Grund aus immer das sein mag, das würde hier zu weit führen.

Das kann bedeuten, wenn Eltern kein Selbstvertrauen haben, dann kann es sein, dass Kinder ebenfalls ein schlechtes Selbstvertrauen bekommen, weil sie es sich bei den Eltern abschauen. Es kann aber auch das Gegenteil der Fall sein, dass das Kind sich aus bestimmten Situationen und Erlebnissen heraus schwört, so wie meine Eltern will ich nicht sein. Dies wird jedoch nur zum Teil gelingen, und es wird auch nicht jedem Kind gelingen, weil die Prägung durch die Eltern trotzdem einen Einfluss nimmt.

Sicher denkt jetzt der Eine oder Andere: Dann haben Kinder, die Eltern mit einem guten Selbstvertrauen haben, auch ein gutes Selbstvertrauen. Leider ist das ebenfalls nicht der Fall: Denn es hängt wieder von den entsprechenden Erlebnissen des Kindes mit den Eltern zusammen ab. Auch dominante Eltern bewirken bei ihren Kindern oft das genaue Gegenteil von dem, was sie vielleicht beabsichtigen.

Ein liebevoller Umgang mit jedem Kind ist sinnvoller als alles andere, denn unsere Kinder sind die Speerspitze der Evolution, denn sie sind eine Art Upgrade von den Eltern nur in einer wesentlich verbesserten Version. Nur Erwachsene können die Fortentwicklung der Menschheit blockieren, Kinder tun es in keinem Fall.

Alles Gute für dich

Georg

Über Georg

Mein Name ist Georg U. Prummer ich komme aus dem praktischen, handwerklichen Bereich, deswegen konnte ich mich schon immer in diese Belange sehr gut eindenken. Ab 1988 arbeitete ich als Verkäufer und später Verkaufsleiter für ein Kosmetikunternehmen im Außendienst. Ab 1993 war ich freiberuflich für ein Seminarunternehmen tätig. Dort vermittelte ich Persönlichkeitsseminare und war selbst für deren Durchführung verantwortlich. Ab Ende 2004 führte mich mein Weg Schritt für Schritt dazu, eigene Individualtrainings zu geben, in denen ich auf meine unnachahmliche Art und mit meinen außerordentlichen Fähigkeiten stets meine Kunden betreue und begeistere.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*